Château Bellefont-Belcier
Château Bellefont-Belcier – Saint-Émilion Grand Cru Classé
Château Bellefont-Belcier kaufen – Saint-Émilion, Grand Cru Classé
Château Bellefont-Belcier – charakterstarker Saint-Émilion mit großer Terroirvielfalt
Château Bellefont-Belcier zählt zu den charaktervollen Weingütern von Saint-Émilion. Die Weinberge liegen an den begehrten Südhängen der Appellation, in unmittelbarer Nähe renommierter Güter wie Château Pavie, Château Larcis-Ducasse und Château Tertre Roteboeuf. Die besondere Lage und die Vielfalt der Böden prägen den eigenständigen Charakter der Weine.
Auf 14 Hektar zusammenhängender Rebfläche verteilen sich 28 Parzellen über drei unterschiedliche Bodenzonen: das Kalkplateau, den südlichen Lehm-Kalk-Hang und den sandig-lehmigen Fuß des Hangs. Diese Vielfalt ermöglicht eine differenzierte Arbeit im Weinberg und eine präzise Abstimmung der Rebsorten auf die jeweiligen Standortbedingungen.
Die Cuvée wird von Merlot dominiert, ergänzt durch Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon. Das Ergebnis ist ein Saint-Émilion, dessen Stil von der Verbindung aus reifer Frucht, Struktur und den mineralischen Einflüssen des kalk- und lehmhaltigen Terroirs geprägt wird.
Château Bellefont-Belcier – Geschichte und Herkunft
Die Geschichte von Château Bellefont-Belcier reicht bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zurück. Graf Louis-François de Belcier legte zunächst die Weinberge an und ließ zu Beginn des 19. Jahrhunderts das Schloss errichten. Der Name Bellefont geht auf „Belle Fontaine“ zurück und verweist auf die zahlreichen Quellen, die in der Umgebung aus dem lehm- und kalkhaltigen Hang entspringen.
Ende des 19. Jahrhunderts gelangte das Anwesen in den Besitz der Familie Faure. Unter ihrer Führung entwickelte sich Château Bellefont-Belcier zu einem der angesehenen Weingüter der Region. Besondere Anerkennung erhielt das Gut 1892 beim Concours Général Agricole in Paris: Es wurde mit einer Goldmedaille ausgezeichnet, die zu den bedeutenden Auszeichnungen seiner Zeit gehörte.
Ein architektonisches und technisches Highlight ist der historische runde Gärkeller, der direkt in den Hang gebaut wurde. Seine Schwerkraftzufuhr ermöglichte eine besonders schonende Verarbeitung der Trauben. Der Keller ist seit seiner Errichtung erhalten geblieben und zählt zu den prägenden Besonderheiten des Weinguts.
Nach umfangreichen Arbeiten im Weinberg im Jahr 1994 wurde Château Bellefont-Belcier 2006 als Grand Cru Classé klassifiziert. Im Jahr 2017 übernahm Peter Kwok das Anwesen.
Peter Kwok – internationale Perspektive und Leidenschaft für Bordeaux
Peter Kwok gehört zu den bemerkenswerten Persönlichkeiten unter den Eigentümern von Bordeaux-Weingütern. Seine Verbindung zu Frankreich entstand aus einer langjährigen Begeisterung für die französische Kultur. Aufgewachsen in Saigon, Vietnam, entwickelte er früh eine besondere Wertschätzung für französische Architektur, Gastronomie und Lebensart.
1997 erwarb er Château Haut-Brisson in Saint-Émilion. Sein Engagement im Bordeaux wurde in den folgenden Jahren weiter ausgebaut. Mit dem Erwerb von Château Bellefont-Belcier im Jahr 2017 kam ein weiteres bedeutendes Weingut hinzu.
Zum Besitz beziehungsweise zur Weingutsgruppe gehören außerdem Château Tour Saint-Christophe, Château Haut-Brisson, Enclos Tourmaline, Château La Patache, Enclos de Viaud und Château Le Rey. Die Weingüter liegen in verschiedenen Appellationen des rechten Bordeaux-Ufers und repräsentieren unterschiedliche Facetten der Region.
Das Terroir von Château Bellefont-Belcier
Die 14 Hektar Rebfläche liegen in einer besonders interessanten Position an den Südhängen von Saint-Émilion. Drei Bodentypen bestimmen das Terroir:
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Kalkplateau: prägt die mineralische Ausrichtung und die strukturelle Spannung der Weine.
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Lehm-Kalk-Hang: bietet günstige Voraussetzungen für Merlot und unterstützt die Verbindung von Fruchtfülle und Struktur.
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Sandig-lehmiger Hangfuß: ergänzt die Vielfalt der Standorte und ermöglicht weitere Nuancen innerhalb der Cuvée.
Die 28 einzelnen Parzellen werden entsprechend ihrer Bodenbeschaffenheit und ihres Reifungsverlaufs bewirtschaftet und separat verarbeitet. So können die Eigenschaften der unterschiedlichen Lagen möglichst präzise im späteren Wein berücksichtigt werden.
Rebsorten und Cuvée
Die Bepflanzung des Weinbergs setzt sich aus den drei klassischen roten Rebsorten des Bordelais zusammen:
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72 % Merlot: bildet das Fundament der Cuvée und bringt Fruchtfülle, Geschmeidigkeit und Tiefe.
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17 % Cabernet Franc: ergänzt Frische, aromatische Präzision und zusätzliche Struktur.
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11 % Cabernet Sauvignon: steuert Tannin, Rückgrat und Komplexität bei.
Das Durchschnittsalter der Reben liegt bei etwa 35 Jahren. Die Kombination aus alten Rebstöcken, unterschiedlichen Bodenzonen und parzellenweiser Arbeit bildet die Grundlage für einen vielschichtigen Saint-Émilion.
Handlese, Vinifikation und Ausbau
Die Trauben werden von Hand gelesen und mehrfach selektiert. Anschließend erfolgt die Vinifikation getrennt nach Parzellen. Dieses Vorgehen ermöglicht es, die einzelnen Partien entsprechend ihrer Herkunft und Reife zu verarbeiten.
Die Maischegärung dauert ungefähr 30 Tage. Die Extraktion wird bewusst schonend gestaltet: Der Tresterhut wird im Tank untergestoßen, während im Fass durch Aufrühren gearbeitet wird. Ziel ist eine kontrollierte Extraktion von Farbe, Aromatik und Tannin, ohne die Herkunft und den Charakter der Trauben zu überdecken.
Der Ausbau erfolgt über einen Zeitraum von 15 bis 18 Monaten in Barriques. Je nach Jahrgang liegt der Anteil neuer Fässer zwischen 30 und 40 Prozent. Der übrige Wein reift in ein- und zweijährigen Fässern. Dadurch erhält der Wein Struktur und aromatische Komplexität, während der Holzeinsatz nicht allein den Stil bestimmt.
Château Bellefont-Belcier – Stil und Charakter
Die Weine von Château Bellefont-Belcier verbinden die typische Frucht des Merlot mit der Struktur von Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon. Das kalk- und lehmgeprägte Terroir der Südhänge von Saint-Émilion bildet dafür eine prägende Grundlage.
Die sorgfältige Handlese, die mehrfache Selektion, die getrennte Verarbeitung der Parzellen und der maßvolle Einsatz neuer Barriques sind zentrale Elemente der Weinbereitung. Das Ziel ist ein Saint-Émilion mit Tiefe, klarer Herkunft und ausgewogener Struktur.



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